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| Crikey - Future Of The Loss[Death Metal] - Twilight Zone Records (2008) | Death Metal und Klassik - Eine verdammt gute Mischung ! | Im
Bereich Death Metal schießen momentan unzählige neue Bands wie die
Pilze aus dem Boden, was bedeutet, das der Markt bald übersättigt sein
wird oder es mittlerweile schon ist. Da ziert es sich an, nach neuen
Wegen zu suchen. Einer davon ist es, klassische und traditionelle
Instrumente als fixen Bestandteil in das musikalische Konzept
einzubringen. Was bisher eher dem Gothic und Folk Metal vorbehalten
war, findet immer mehr Anklang in der Death Metal Szene. Und genau
Crikey gehen in diese experimentelle Richtung. Wobei, so ganz neu ist
das ja nicht. Vor kurzen erschien das Debut von Elivagar - "The
followers of ancient tales", wo gekonnt Death, Pagan - und Folk vereint
wird . Ähnliche Wege gehen Crikey, ohne sich jedoch mit bereits
genannter Band stilistisch zu kreuzen. Robert Balner (ehemalig "Blood
Red Angel") ist der Kopf der Band, der für das Projekt fünf weitere
Musiker und eine Musikerin um sich gescharrt hat. Auf eine Demo CD
"Welcome to my world" hat Crikey es bisher gebracht. Nun ist es mit der
ersten Label CD soweit.
Wie aus der Pistole geschossen prescht
'Chaos of feelings' aus den Boxen raus. Man verzichtet gleich auf ein
langatmiges Intro und gibt von Beginn an Vollgas. Bei Crikey geht von
der ersten Sekunde die Post ab. Der Hörer wird auf eine gnadenlose
Achterbahn durch die Abgründe der menschlichen Seele entführt. Im
wahrsten Sinne des Wortes, den 'Embrance of demise', 'Beg for', 'Dreamt
to cure the pain' und 'Future of the loss' zeigen, wo es sowohl
lyrisch, als auch musikalisch lang geht. Das Verlangen nach dem Tode,
die dunkle Seite der Existenz und das Abstrakte im Wesen wird uns hier
vermittelt. Crikey brauchen keinen Teufel und keine Hölle, um uns den
letzten Glauben an das Gute im Menschen zu nehmen. Im
Mittelpunkt der höllischen Darbietung steht der nie endend wollende
Krieg der zwei Sänger Christoph Mieves und Klaus Spangenberg. Auf der
einen Seite Death Metal Growls, auf der anderen Core - Gekreische.
Stets begleitet von bombastischen Death Metal Riffs mit Thrash
Einflüssen. Und um die Gesundheit der Hörerschaft nicht zu sehr zu
strapazieren, setzen immer wieder beruhigende Violinenklänge von Andrea
Justen ein. Eine exzellente Kombination, die zu keinem Zeitpunkt
kitschig wirkt, selbst wenn Andrea ab und zu im Gitarrengewitter etwas
untergeht. Dass auf "Future of the loss" nicht nur auf hohe Drehzahl
gestellt wird, beweist Titel Nummer sechs 'Shades of you'. Diese
Verschnaufpause kommt zur rechten Zeit, denn mit 'Leave', 'Arise from
fall' und 'With(in) sanity' geht's wieder ordentlich zur Sache, bis zum
bitteren Ende, und das heißt dementsprechend 'At last'. Obwohl ich
mich nach dem letzten Titel 'At last' erschöpft in' s Sofa fallen hab
lassen, musste ich endgültig die Abgründe meiner menschlichen Seele
erkunden, in dem ich "Future of the loss" nochmals durchspulte. Das
Ergebnis war erschreckend gut.... | | | Crikey
setzen mit ihrem Erstwerk neue Maßstäbe. Und das mit einfachen Mitteln.
Verdammt guter, geradliniger Death Metal mit Thrash Einflüssen, gewürzt
mit klassischen Elementen auf der Violine. Gesang, Gitarren, Keyboard,
Drums und Violine sind optimal aufeinander abgestimmt, so das auf den
Hörer ein Soundgewitter der Extraklasse hereinbricht. Wer nach "Future
of the loss" noch ein normales Leben führen kann, dem ist nicht mehr zu
helfen. Mein Tipp: Buy or die!
Hörbeispiele zu Crikey finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/crikeymetal | | geschrieben am 17.05.2008 von Erich | | | | Bewertung: | Punkte (Innovation): 12 von 15 Punkte (Gesamt): 15 von 15 | | Informationen: | Crikey
Twilight Zone Records |
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